Paul Menard wechselt den Gang: Vom NASCAR-Meister zur Sensation der Trans-Am-Serie.

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Als sich der Staub über seiner NASCAR-Cup-Karriere legte, fand sich Paul Menard an einem Scheideweg wieder. Mit seiner letzten Saison im Rückspiegel war er mehr als bereit, das Familienleben zu genießen und eine neue Rolle im Menards Home Improvement Imperium zu übernehmen, einem Unternehmen, das seit Jahrzehnten unter der Leitung seines Vaters floriert. Doch der Ruf der Rennstrecke erwies sich als unwiderstehlich, und nach einer vierjährigen Pause ist Menard mit voller Kraft zurück – diesmal in der Trans-Am-Serie.

Menards Reise durch die Welt des Motorsports war bemerkenswert. Er begann seine Karriere im zarten Alter von acht Jahren in Go-Karts und arbeitete sich durch ARCA, NASCAR Trucks und Xfinity, bevor er schließlich 13 Saisons in der Elite der NASCAR-Cup-Serie verbrachte. Sein beeindruckender Lebenslauf umfasst 699 Karriere-Starts, darunter 471 in der Cup-Serie, und vier Siege, mit einem herausragenden Sieg beim Brickyard 400 2011. Doch als er 2019 die NASCAR verließ, schien es, als würde der Vorhang für seine Rennkarriere fallen.

Doch Menards Leidenschaft für das Rennfahren ließ niemals wirklich nach. Im Jahr 2024 sorgte er für Aufsehen, als er der Trans-Am-Sportwagenserie beitrat und auf legendären Rennstrecken wie Road Atlanta und Sebring International Raceway antrat. Sein Einstieg in die Serie war von Unsicherheit geprägt, doch die Ergebnisse sprachen für sich selbst: Er sicherte sich die TA-Serie-Meisterschaft in seiner Rookie-Saison und folgte 2025 mit einem weiteren Titel. Mit erstaunlichen 12 Siegen in nur 36 Karriere-Starts hat Menard einen beeindruckenden Sieganteil von .333 etabliert und bewiesen, dass dieses neue Kapitel kein Zufall ist; es ist der Beginn eines triumphalen Comebacks.

In einem exklusiven Interview sprach Menard offen über seine Rückkehr zum Wettkampfrennsport. „Es war irgendwie etwas, das immer im Hinterkopf war, ich wollte mich ein wenig mehr dem Straßenrennsport widmen. Ich habe mich nie vom Rennsport zurückgezogen; ich war einfach mit den NASCAR-Sachen fertig,“ teilte er mit. Er betonte die Bedeutung der Familie während seiner Zeit abseits der Rennstrecke, doch der Nervenkitzel des Rennens rief ihn zurück, als ein Freund aus seinen NASCAR-Tagen, Poncho Weber, ihn einlud, bei der Einrichtung eines neuen Trans-Am-Autos zu helfen.

Menard erinnerte sich an das pure Fahrerlebnis, das die Trans-Am-Autos bieten, und verglich sie mit den Cup-Autos seiner frühen Karriere. „Sie erinnern mich ein wenig an die Cup-Autos, als ich 2006, 2007 angefangen habe. Sie waren schwer zu fahren, und genau das sind diese Dinge,“ sagte er. Seine Aufregung ist spürbar; das Fahren auf historischen Strecken hat seine Liebe zum Sport neu entfacht, und er genießt die Kameradschaft, die mit der Trans-Am-Gemeinschaft einhergeht.

Der Wechsel von NASCAR zu Trans-Am hat Menard auch einen familienfreundlicheren Zeitplan ermöglicht. „Solange der Zeitplan nicht auf mehr Rennen ausgeweitet wird, bin ich mit 10 oder 12 Wochenenden im Jahr einverstanden,“ erklärte er und hob das Gleichgewicht hervor, das er zwischen Rennsport und Familienleben gefunden hat. Er hat immer noch den Wunsch, an mehr Langstreckenrennen teilzunehmen, aber im Moment genießt er den Nervenkitzel, diese leistungsstarken Maschinen zu fahren.

Beim Nachdenken über seine NASCAR-Tage äußerte Menard eine Vorliebe für die Teamarbeit und die Hinter-den-Kulissen-Bemühungen, die notwendig sind, um ein Rennen erfolgreich zu gestalten. Er gab jedoch zu, dass die abnehmende Pferdestärke und die zunehmende Abhängigkeit von Aerodynamik der Gen 6-Autos zu seiner Entscheidung beigetragen haben, sich zurückzuziehen. „In den letzten Jahren haben sie angefangen, die Pferdestärke zu reduzieren und wurden so aeroabhängig, dass das Fahren der Autos nicht mehr so viel Spaß gemacht hat,“ bemerkte er.

Jetzt, mit dem Wind im Rücken in der Trans-Am, ist Menard nicht nur im Rennen; er blüht auf. Er fährt für 3GT Racing unter der Anleitung von Paul Gentilozzi, einer legendären Figur im Sport. Menards Leidenschaft ist deutlich zu spüren, als er die Aufregung beschreibt, in einer Serie zu konkurrieren, die eine reiche Geschichte und eine wachsende Fangemeinde hat. „Die Trans-Am-Serie ist die älteste Straßenrennsportserie in Amerika; wir werden dieses Jahr unser 60. Jahr feiern,“ sagte er stolz.

Was die Zukunft betrifft, ist Menard begeistert, seine Liebe zum Rennsport mit seinen Kindern zu teilen. Während seine Tochter möglicherweise nicht die gleiche Leidenschaft teilt, zeigt sein Sohn langsam Interesse am Motorsport. „Er fährt seit er drei Jahre alt ist Dirtbikes… Ich werde ihn wahrscheinlich eines Tages zu einem Test schicken und einfach sehen, ob es ihm gefällt,“ sagte er begeistert.

In einer Welt, in der Fahrer kommen und gehen, ist Paul Menard ein Beweis für die beständige Liebe zum Rennsport. Sein Sprung in die Trans-Am-Serie ist nicht nur eine Wiederbelebung seiner Karriere; es ist ein aufregendes neues Kapitel, das verspricht, die Fans zu fesseln und sein Erbe in der Motorsportgemeinschaft zu festigen. Das Dröhnen der Motoren, der Nervenkitzel des Wettbewerbs und die Kameradschaft anderer Rennfahrer haben seine Leidenschaft neu entfacht, und mit jedem Rennen beweist Menard, dass er immer noch eine Kraft ist, mit der man auf der Strecke rechnen muss.

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