Sergio Pérez liefert einen deutlichen Realitätstest für Cadillac, da das Team kämpft, um eine erschreckende Sekunde pro Runde zu überwinden, wenn sie den Mid-Field-Riesen in der Formel 1 herausfordern wollen. Der Große Preis von Miami steht bevor und könnte ein entscheidender Moment für das amerikanische Team sein, das verzweifelt versucht, aus der hinteren Gruppe herauszukommen.
Trotz vielversprechender Ansätze zu Beginn der Saison 2026 bleibt Cadillac am Ende des Feldes verankert. Der Japanische Grand Prix bot einen Hoffnungsschimmer, insbesondere im Qualifying, wo das Team seit Australien spürbare Fortschritte zeigte. Doch am Renntag wurden ihre Schwächen gnadenlos offengelegt. Pérez beendete das Rennen als weit abgeschlagener 17., wobei er in jedem Stint kontinuierlich an Boden verlor. Selbst eine Safety-Car-Phase, die das Feld zusammenbrachte, konnte ihm keinen Vorteil verschaffen. Nach dem Restart erlitt er einen brutalen Rückstand und verlor etwa eine Sekunde pro Runde an direkte Rivalen, während er fast eine halbe Minute hinter den Führenden Carlos Sainz und Franco Colapinto die Ziellinie überquerte.
Die Wurzel von Cadillacs Problemen ist schmerzhaft klar: Ein alarmierender Mangel an Abtrieb lähmt ihr Renntempo. Während das Gleichgewicht des Autos „akzeptabel“ ist, ist es gegen die Mid-Pack-Teams bei weitem nicht wettbewerbsfähig. Das Problem wird durch eine ineffiziente Energienutzung ihrer Hybridsysteme verschärft, die es ihnen erschwert, mit Rivalen mitzuhalten, die den regenerativen Energieeinsatz gemeistert haben.
Pérez bleibt pragmatisch, aber hoffnungsvoll und lobt die schrittweisen Fortschritte, die bei jedem Rennen erzielt wurden. Das Team setzt auf ein umfangreiches Upgrade-Paket, das in Miami debütieren soll und endlich die klaffende Leistungsdifferenz schließen könnte. Der mexikanische Ass gestand: „Es war ziemlich interessant. Als ich hinten war, kämpfte ich gegen Williams und Alpine, und ich konnte sehen, dass sie nicht so weit voraus waren. Aber sie können ihren Rhythmus immer wieder und konstant finden.“
Er sprach Klartext über das Ausmaß des Defizits: „Ich denke, es ist offensichtlich, dass wir jetzt einen zweiten brauchen, und ich hoffe wirklich, dass wir eine große Verbesserung für Miami erreichen können. Ich denke, das wird der größte Test für das Team sein.“
In Bezug auf den bisherigen Fortschritt sagte Pérez: „Ich denke, wir haben uns bei jedem Grand Prix weiterentwickelt. Dies war das erste Rennen, bei dem insgesamt alles ziemlich gut lief, abgesehen von einigen Problemen mit dem Energieverbrauch in der Qualifikation. Ich hoffe, wir können diesen Schritt machen, um mit dem Mittelfeld zu kämpfen. Es gibt mehrere Bereiche, in denen wir uns verbessern müssen, aber im Moment ist das Hauptproblem der Abtrieb. Da fehlt es uns am meisten. Das Gleichgewicht ist nicht schlecht, aber wir vermissen aerodynamische Unterstützung.“
Pérez’ abschließende Worte waren ein klarer Aufruf zur Eile: „Ich sehe ermutigende Zeichen. Es gibt auch Arbeit im Bereich Energiemanagement zu erledigen. Ich habe bemerkt, dass einige Teams Energie anders nutzen als wir. Wir werden Änderungen nach Miami bringen und das wird unser größter Test sein.“
Cadillacs Weg vom Außenseiter zum Mittelfeldkonkurrenten hängt davon ab, ob die Upgrades in Miami den versprochenen Sprung liefern. Wenn es ihnen nicht gelingt, die Lücke zu schließen, könnten sie für die absehbare Zukunft am Ende des Feldes feststecken, aber ein Durchbruch könnte einen heftigen Wettkampf im hart umkämpften Mittelfeld der Formel 1 entfachen. Die Uhr tickt, und der Druck auf Cadillac steigt, das Potenzial vor dem nächsten Rennstart in Tempo umzuwandeln.


