Jorge Lorenzo bleibt fest überzeugt, dass Pecco Bagnaia bereit ist, in der MotoGP-Saison 2026 ein bedeutendes Comeback zu feiern, trotz der turbulenten Herausforderungen, mit denen er 2025 konfrontiert war. Nach dem jüngsten Test in Sepang, bei dem Bagnaia vielversprechende Anzeichen zeigte, seine Wettbewerbsfähigkeit mit der neuen Ducati zurückzugewinnen, scheint Lorenzos Vertrauen in den italienischen Rennfahrer gut platziert zu sein.
Bagnaias Kämpfe mit der GP25 sind kein Geheimnis; er hatte mit einem Mangel an Verbindung zum Hinterrad des Motorrads zu kämpfen, was seine Leistung beeinträchtigte und ihn zu einer sekundären Rolle zu Beginn der Saison relegierte. Sein enttäuschendes Jahr kulminierte in dem, was viele als seine schlechteste Saison in der Königsklasse betrachten, abgesehen von einigen glänzenden Momenten, wie seinem dominierenden Sieg beim Großen Preis von Japan. Mit anhaltenden Zweifeln, ob er die Magie mit der Borgo Panigale-Maschine wiederentdecken könnte, deuten Bagnaias jüngste Aussagen vom Test in Sepang auf eine signifikante Wende hin. Die finalen Wintertests in Thailand am 21. und 22. Februar werden entscheidend sein, um dieses erneuerte Selbstvertrauen zu bestätigen.
In Malaysia übernahm Lorenzo nicht nur die Rolle des Trainers für Maverick Viñales, sondern nutzte auch die Gelegenheit, um sich mit der aktuellen Landschaft der Meisterschaft auseinanderzusetzen. Während seiner Analyse von Bagnaias Situation äußerte Lorenzo unerschütterlichen Glauben an ihn und betonte, wie subtile Änderungen im Setup eines Motorrads oder in den Vorschriften die Leistung eines Fahrers drastisch beeinflussen können. Er zog Parallelen zu seinen eigenen Erfahrungen im Kampf gegen Marc Márquez während seiner Zeit bei Yamaha und veranschaulichte, wie entscheidend diese kleinen Details in einem Sport sein können, in dem jede Sekunde zählt.
„Die Leute draußen [im Paddock], die Fans, können nicht verstehen, dass eine kleine Änderung der Regeln oder des Bikes, ein geringfügiges Detail, das dem Fahrer nicht zusagt, alles verändern kann“, bemerkte Lorenzo auf der offiziellen MotoGP-Website und bezog sich auf seinen eigenen historischen Kontext. Er erzählte von den Herausforderungen, denen er 2014 gegenüberstand, als Regeländerungen, einschließlich härterer Reifen und reduzierter Treibstoffkapazität, die Dynamik seines Yamaha-Bikes völlig veränderten.
Lorenzo erinnert sich, wie diese Anpassungen zu einem miserablen Start in die Saison führten, in der er in den ersten acht Rennen nur zweimal auf das Podium kam und bis zum späten Sommer keinen Sieg erringen konnte. Diese Erfahrung nährt seinen Glauben, dass, wenn Bagnaia Harmonie mit seiner Maschine finden kann, er die Herausforderung annehmen und 2026 um die Meisterschaft kämpfen könnte, selbst mit Márquez als formidablem Gegner.
Nach Davide Tardozzi, dem Teamchef von Bagnaia, hat sich Bagnaias Denkweise seit dem Winter merklich verändert, was Lorenzo für entscheidend hält. „Pecco bleibt ein Champion; er ist ein unglaublicher Fahrer – super schnell, super talentiert, super präzise – und die schlechten Ergebnisse des letzten Jahres spiegeln nicht seine wahren Fähigkeiten wider. Ich glaube, dass er, sobald er sich mit dem Bike wohler fühlt, zeigen wird, dass er ein Titelanwärter ist“, betonte Lorenzo.
Er schlug auch vor, dass Bagnaia davon profitieren könnte, externe Hilfe in Anspruch zu nehmen, um seine mentalen Hürden zu überwinden, und riet ihm, mit neuen Ansätzen zu experimentieren, um seine Leistung wiederzubeleben. „Wenn du in einer schwierigen Lage bist, musst du etwas tun. Das habe ich gemacht, als ich eine schwere Phase durchgemacht habe: Ich habe härter gearbeitet und mich ständig gefragt, was ich tun könnte, um mich zu verbessern“, bemerkte Lorenzo.
Während er anerkennt, dass er möglicherweise nicht über Bagnaias aktuelle Strategien informiert ist, besteht er darauf, dass es für jeden Fahrer, der mit Widrigkeiten konfrontiert ist, entscheidend ist, neue Wege zu erkunden. „Auf jeden Fall denke ich von außen, dass er etwas tun musste. Außerdem hilft ihm die Tatsache, dass er sich mit dem Motorrad jetzt wahrscheinlich besser fühlt, weit mehr als alles, was er außerhalb davon finden könnte“, schloss Lorenzo und ließ die Fans gespannt darauf, wie Bagnaia diesen Schwung nutzen wird, während die neue Saison näher rückt.


